
(Wien, 31-10-2024) Nadine Pointner, Psychologin und PhD-Kandidatin im CLINS-Programm für klinische Neurowissenschaften der Medizinischen Universität Wien, wurde auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Akademie für Pädiatrie (EAPS), der vergangene Woche in Wien stattfand, mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht ihre innovativen Forschungsbemühungen zum Verständnis der langfristigen neurologischen Entwicklungsergebnisse von Frühgeborenen, einem Bereich von großer klinischer Bedeutung.
Nadine Pointners Dissertationsprojekt, das von Vito Giordano und Angelika Berger betreut und vom FWF - Gottfried und Vera Weiss Stiftung gefördert wird, beschäftigt sich mit den neurophysiologischen Mechanismen von Schmerz und Sedierung bei Frühgeborenen. Ihr Engagement in der Forschung geht über diesen speziellen Bereich hinaus, da ihr wissenschaftliches Interesse in der Verbesserung der langfristigen Entwicklung dieser gefährdeten Säuglinge liegt.
Ihre preisgekrönte Studie mit dem Titel „Predicting Language Development Trajectories in Preterm Infants: A Longitudinal Study“ (Vorhersage von Sprachentwicklungsverläufen bei Frühgeborenen: eine Längsschnittstudie) ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Thema. Die gemeinsam mit Renate Fuiko, einer Expertin für neonatale Nachsorgeprogramme, und in Zusammenarbeit mit David Steyrl von der Universität Wien durchgeführte Studie zielt darauf ab, die medizinischen und psychosozialen Risikofaktoren, die die Sprachentwicklung von Frühgeborenen beeinflussen, zu entschlüsseln. Diese Studie liefert nicht nur wertvolle Erkenntnisse für die Früherkennung von Risiken, sondern auch für die Organisation gezielter Screening- und Interventionsprogramme für diese sensible Bevölkerungsgruppe.
Der Kongress der European Academy of Paediatrics (EAPS) ist eine der renommiertesten Plattformen für aufstrebende pädiatrische Forscher:innen, um bahnbrechende Arbeiten zu präsentieren, und Nadine Pointners Anerkennung bei dieser Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung der Erforschung langfristiger Entwicklungsergebnisse bei Frühgeborenenpopulationen. Ihre Arbeit wirft nicht nur ein Licht auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen biologischen und umweltbedingten Faktoren, sondern dient auch als Leitfaden für künftige Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität dieser Kinder.